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Winget und die Art, Software zu installieren: Warum du nie wieder eine „.exe“-Datei suchen solltest

Erinnerst du dich noch daran, wie man früher Software unter Windows installiert hat? Es war immer derselbe zeitraubende Spießrutenlauf: Browser öffnen, nach der Software suchen, die offizielle Website von den unzähligen Adware-Spam-Seiten heraustrennen, die .exe– oder .msi-Datei herunterladen, doppelklicken, fünfmal „Weiter“ klicken, die versteckte Checkbox für die unerwünschte Antiviren-Testversion abwählen und schließlich fertigstellen. Und das Ganze für jedes Programm einzeln.

Unter Linux schaut man auf diesen Prozess seit Jahrzehnten mit Unverständnis zurück. Doch die grandiose Nachricht ist: Auch unter Windows gehört dieser Oldschool-Ansatz endgültig der Vergangenheit an. Es ist Zeit, Software wie ein absoluter Profi zu installieren – blitzschnell, sicher und über eine einzige Zeile Text.

Sag Hallo zu „Winget“

Seit geraumer Zeit liefert Microsoft ein bordeigenes Tool mit, das die meisten Anwender schlichtweg übersehen: den Windows Package Manager, kurz winget. Du brauchst kein Zusatzprogramm, sondern lediglich deine PowerShell oder Eingabeaufforderung.

Angenommen, du hast einen neuen PC aufgesetzt und brauchst den VLC Player, Visual Studio Code und das Bildbearbeitungsprogramm GIMP. Statt drei Websites anzusteuern, öffnest du einfach das Terminal und tippst:

winget install VideoLAN.VLC
winget install Microsoft.VisualStudioCode
winget install GIMP.GIMP

Das System sucht automatisch in einer sicheren, kuratierten Microsoft-Datenbank nach den aktuellsten Versionen, lädt sie im Hintergrund herunter und installiert sie vollautomatisch – ohne nervige Pop-ups, ohne Adware, ohne Klick-Marathon.

🚀 Der absolute Gamechanger-Befehl: Wie hältst du deine Programme aktuell? Statt jedes Tool einzeln zu öffnen, tippst du einfach Folgendes ein:

winget upgrade --all

Ein einziger Befehl scannt dein gesamtes System und aktualisiert alle installierten Programme in einem Rutsch im Hintergrund. Das spart Stunden und sorgt dafür, dass Sicherheitslücken sofort geschlossen werden.

Linux und die Flatpak-Revolution

Unter Linux ist die Installation via Terminal (mit apt, pacman oder dnf) die absolute DNA des Systems. Doch auch hier schläft die Entwicklung nicht. Der unangefochtene Star der letzten Zeit heißt Flatpak.

Früher gab es oft das Problem, dass bestimmte Programme unter Ubuntu liefen, aber unter Fedora oder Arch Linux kompliziert angepasst werden mussten. Flatpaks lösen dieses Problem radikal: Sie laufen isoliert („sandboxed“) in ihrer eigenen Umgebung. Das bedeutet für dich als Nutzer: maximale Stabilität und absolute Sicherheit. Egal welche Distribution du nutzt, mit einem einfachen Befehl holst du dir modernste Software auf den Schirm, ohne dein restliches System zu gefährden:

flatpak install flathub org.videolan.VLC