
spionage


Bei dem Versand von E-Mails ist seit dem Spionageskandal der Amerikaner und Engländer nur eines sicher: Das nichts sicher ist! Seit dieser Zeit wurde sogar versucht uns weiszumachen, dass die DE-Mail die sichere Alternative sei. Selbst wenn der Versand verschlüsselt ist, können über infizierte Rechner des Versenders und/oder des Empfängers die Nachrichten abgefischt werden. Für eine verbesserte Sicherheit ist eine End-to-End-Verschlüsselung unerlässlich. In diesem Zusammenhang legt der deutsche E-Mail-Anbieter Posteo noch ein Schippchen drauf. Hier ist zusätzlich noch die Verschlüsselung ganzer Postfächer möglich.
Das einzig Gute an der Spionageaffaire um Edward Snowden ist, dass den vielen Nutzern von Computern und Smartphones bewusst geworden ist, wie leichtfertig man in der Vergangenheit mit seinen Daten umgegangen ist. Und wer sich in seiner Freizeit dann noch für Anonymisierungsprogramme engagiert, der wird schnell zum Ziel von Geheimdiensten und von diesen bis ins kleinste ausspioniert. So erging es vor kurzem dem Erlanger Studenten Sebastian Hahn, der in seiner Freizeit einen Server für das TOR-Netzwerk betreibt. Aber auch der „normale“ Computernutzer ist nicht ganz wehrlos. Immer mehr Programme drängen auf den Markt, die eine verschlüsselte Kommunikation ermöglichen. So auch in diesem Fall das Chat-Programm CryptoCat.
Die meisten mobilen Rechner sind bereits von Hause aus mit einer Webcam ausgestattet. Meist findet man die Webcam am oberen Rand des Notebook-Displays. Und die Dinger sehen nicht nur aus wie ein virtuelles Auge, man fühlt sich während der Arbeit am Notebook oft regelrecht beäugt. Selbst wenn keine Video-Chat-App läuft hat man immer das mulmige Gefühlt beobachtet zu werden. Schließlich weiß man nie, ob und wer sich gerade Zugang zur Webcam verschafft und heimlich durchs digitale Schlüsselloch schaut. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Webcam komplett deaktivieren.
In den letzten Monaten haben wir uns schon fast daran gewöhnt, dass jede Woche neue Abhörmethoden der Geheimdienste bekannt werden. Fakt ist, dass die NSA den Herstellern und Softwarefirmen, teilweise offiziell, wichtige Bauteile und Programme für deren Produkte liefert, die das Spionieren wesentlich erleichtert. Das im Wesentlichen von Anwendern gestaltete Anti-Spionage-Wiki „Telefoniert-nach-Hause.de“ listet Geräte und Programme auf, die ohne Wissen ihrer Besitzer mit Herstellern und mit anderen Internet-Servern kommunizieren.
Über den Datenmissbrauch und das Ausspähen der „National Security Agency“ (NSA) ist in den letzten Monaten sehr viel geschrieben worden. Da kann man den Überblick über die unterschiedlichen Themen sehr schnell verlieren. Beim „Projekt-Datenschutz“ wurden alle Ereignisse von und über Edward Snowden chronologisch aufgelistet.
Dass wir alle beim Surfen ausspioniert werden, ist kein Geheimnis. Jeder Anbieter – ob Google, Ebay, Amazon, Facebook und wie sie alle heißen – schauen uns beim Surfen auf die Finger. Jeder möchte möglichst viel wissen. Wohin wir surfen, was wir anklicken, was uns gefällt, was wie kommentiert wird und vieles mehr. Die Skrupel, die gesammelten Daten zu verwenden, bröckelt immer mehr. Und das nicht erst, seit Google mit den „Sozialen Empfehlungen“ Namen und Fotos der Nutzer in Werbung verwendet oder Facebook die Privatsphäre-Einstellungen lockert. Wir zeigen, welche der meistgenutzten Dienste Daten sammeln und wie Sie die Sammelwut zumindest einschränken.
Bis zu unseren Farblaserdruckern reicht nun schon der Arm der Geheimdienste. Ungefähr 150 Laserdrucker der bekanntesten Hersteller versehen unsere Druckerzeugnisse mit unsichtbaren Wasserzeichen und/oder Farbcodes. Anhand dieser geheimen Zusätze sollen sich Ausdrucke zu Ihren Nutzern zurückverfolgen lassen. Das hat eine amerikanische Bürgerrechtsorganisation kürzlich herausgefunden.