ProtonMail: Verschlüsselter E-Mail-Versand auch an Nicht-ProtonMail-User
Sicherer Austausch geheimer Daten
Hurra, die WhatsApp-Verschlüsselung ist endlich da!

Heimliches Beobachten über die Notebook-Kamera unterbinden

Die meisten E-Mail-Anbieter die wir deutschen User nutzen, sind amerikanischen Ursprungs und damit auch der amerikanischen Gerichtsbarkeit unterstellt. Seit den Terroranschlägen 2001 auf das World Trade Center haben die Geheimdienste leichten Zugriff auf die Datenbestände dieser E-Mail-Provider. Ein sicherer Nachrichtenversand ist bei diesen Anbietern kaum möglich. Um einigermaßen sicher vor NSA & Co zu sein, muss man sich auf Provider in Europa beschränken. Bei uns gibt es ein paar recht sichere Alternativen.
Wichtige Daten über das Web zu versenden kann bei Hackern und Geheimdiensten Begehrlichkeiten wecken. Whistleblower wie Edward Snowden und Plattformen wie Wikileaks sorgen regelmäßig für die Aufdeckung von Abhörskandalen und vertuschten Rechtsverstößen. Aber auch die Nutzer selbst machen es Angreifern meist nicht besonders schwer. Downloadlinks werden telefonisch über unsichere Messenger oder per E-Mail versendet. Ein abgefangener Link reicht aus, um die gesamte Kommunikation und den Datenbestand zu gefährden. Link-Verschlüsselungsdienste wie LinkCrypt schließen diese Sicherheitslücke.
Lange genug haben die Macher von WhatsApp die Verschlüsselung ihres Messengers ignoriert. Über die Gründe, lässt sich nur spekulieren. Offensichtlich wollte man nur abwarten, wer sich zuerst offen gegen den Einbau von Hintertüren stellt. Und das war nun mal Apple. Seit nunmehr drei Tagen kommuniziert jeder WhatsApp-Nutzer automatisch über abgesicherte Chats.

Immer wieder hören wir von heimlichen Ausspäh-Aktionen über die eingebaute Kamera von Notebooks. Hacker kapern den Zugriff der Webcam und des Mikrofons und gelangen so an Live-Bilder der User. Und wer dann noch vergisst das Notebook zu schließen, der wird dann noch in seinen eigenen vier Wänden in sehr persönlichen Situationen gefilmt. Dabei kann jeder auf die einfachste Weise solchen Bespitzelungen Einhalt gebieten.

Unabhängige Sicherheitsexperten haben durch eine langwierige Prüfung endlich bestätigt, dass das beliebte Verschlüsselungs-Tool TrueCrypt den Geheimdiensten keine Hintertüren öffnet. Es wurden lediglich kleinere Schwachstellen identifiziert, die aber nur bedingt ausgenutzt werden könnten. Auch wir berichteten in der Vergangenheit über die Standhaftigkeit von TrueCrypt. Trotz der kleinen Fehler, empfiehlt unter anderem auch Chip.de die Version TrueCrypt 7.1a weiterhin.
Wer sensible Daten speichern und auf USB-Sticks oder Notebooks mit sich trägt, sollte den Datenträger besser verschlüsseln. Gehen Stick oder Notebook verloren, kann niemand auf die Daten zugreifen. Bei Window hat sich die BitLocker-Verschlüsselung bewährt, die in den Enterprise- und Ultimate-Versionen von Windows 7 und Windows 8 enthalten ist. Allerdings verschlüsselt Bitlocker die Datenträger nur mit einer Schlüssellänge von 128 Bit. Wer es noch sicherer mag, kann die Sicherheit erhöhen. Mit einem 256-Bit-Schlüssel.
Auch wenn die Abhörmethoden der NSA eher traurige Wahrheit sind, kann man über das „politisch inkorrekte“ NSA-Quartett schmunzeln.